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31. Dezember 2024

Warum Eli nicht Vereinsmeisterin werden kann und Gunnar der Beste ist

Ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick auf das Jahr 2024

Alles wie immer, HaSe ist Vereinsmeister und der Rest schaut in die Röhre. Pustekuchen, es hat sich ganz viel verändert. Nur, dass der HaSe mal wieder das Vereinsbrett nageln darf, ist wie immer. Die Leistungsdichte im Verein ist enger geworden. 1085 – 1072 – 1064 – 1057 – 1049 – 1046 – 1011 – 1008 Schnittpunkte, hochgerechnet auf 48er Listen, hatten die besten acht, die jeweils die 1000er-Marke knackten. Und spätestens, wer nach wie vor glaubt, dass Skat irgendetwas mit Glück zu tun hat, der hat natürlich recht.

Es muss Glück sein, dass vier Spieler aus der ersten Mannschaft unter den besten fünf sind. Zum Glück haben nur HaSe, Chrissi, Tobi und Michaela die 60 Listen voll bekommen.

Nicht auszudenken, wenn Bernd und Elmar auch noch regelmäßig mitspielen würden.

Es muss Glück sein, dass die zweite Mannschaft auf den Plätzen sechs, sieben und acht liegt. Sehr wahrscheinlich hatte Tom Rickert das Glück des Neulings, dass er gaaanz lange Tabellenführer war und erst sehr spät abgefangen wurde.

Oder war das unglücklich? 

Um das Glück gleich mal zu strapazieren: Warum wird Walter Pokalsieger? Er spielt doch nur in der zweiten Mannschaft. Im Finale stand noch sein Teamkollege Harald. Tobi vertrat die Erste und wurde zweiter, wie beim GameDuell Skat Masters. Was ein Glückskind.

Um dem Glück auf die Schliche zu kommen, habe ich mal die Statistik zur Hilfe genommen. Was verrät sie mir? Ich habe in meine Auswertung nur die Aktiven eingeschlossen, die 60 und mehr Listen gespielt haben, um den Glücksfaktor möglichst gering zu halten.

In unseren 32er Listen stehen jedem der vier Mitspieler acht eigene Spiele zu. Ganze zehn Spieler machten mehr als diese acht Spiele im Schnitt. Davon sechs unter den „Top 8“. Harald und Heinz verfehlten diese Marke.

Am spielfreudigsten war Raik, welche Überraschung, mit unglaublichen 11,38 Spielen pro Liste – das wären in einer 48er Liste satte 17 Spiele im Schnitt.

Die zweitbeste Marke erzielte Gunnar, der mit 9,56 Spielen aber deutlich zurückliegt, erst dann kommt mit Tobi (9,47) ein Spieler aus der Spitzengruppe. Überraschend, dass Moni (8,23) mehr Spiele macht als Chrissi (8,11). Überraschend auch, dass der eingepasste Pokalsieger, die 8-Spiele-Marke (8,25) geknackt hat.   

Mehr Zurückhaltung beim Reizen zeigten Eli, Wolfgang und Werner. Während Eli (5,74) die 6-Spielemarke nicht knackte, lagen Werner (6,10) und Wolfgang (6,13) knapp drüber. Dafür finden wir diese drei ganz vorne bei der Statistik der verlorenen Spiele. Immerhin, das finde ich sehr glücklich, verloren neun Aktive weniger als nur ein Spiel im Schnitt.

Wolfgang (0,49!) führt diese Tabelle klar an, verlor er doch nur jede zweite Serie ein Spiel.

Auch Burkhard brachte seine „kontrollierte Offensive“ Erfolg, verpasste er mit 0,60 verlorenen Spielen im Schnitt nur knapp die Endplatzierung unter den Top Ten.

Eli komplettiert das Erfolgstrio. Mit 0,63 verlorenen Spielen ist sie die letzte auf der Liste, die hochgerechnet auf 48er Spiellisten auch eine Null vor dem Komma haben würde. Hier hat mich Harald überrascht, der mit 0,87 den besten Wert in der Spitzengruppe hat. Aber auch Chrissi hat nur 0,94 Spiele verloren.

Es gibt tatsächlich einen Spieler, der mehr als acht Spiele pro Liste gewonnen hat. Wenn Raik (8,40) es schaffen würde, ein Spiel pro Liste weniger zu verlieren, also dieses Spiel einfach wegzulassen, würde er um den Titel mitspielen.

HaSe und Tobi liegen mit 7,89 gewonnenen Spielen auch sehr gut, belegen in diesem Ranking den geteilten zweiten Platz.

Wo wir gerade bei Raik waren, er hält auch unangefochten die Führung bei den verlorenen Spielen. 2,98 Spiele auf der rechten Seite kosten eindeutig eine gute Platzierung.

Gunnar liegt in dieser Liste zwar auf Platz zwei mit 2,08 Niederlagen im Schnitt, doch verbesserte er sich hier im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

Auf Platz drei folgt Moni, die mit 1,90 verlorenen Spielen im Schnitt deutlich vor Jerome (1,64) und Tobi (1,58) liegt.

Oh, so viele Zahlen, gibt es ein (Geheim-)Rezept, um Vereinsmeister bei Pik As zu werden. Natürlich: Such dir 30 Spieltage aus, an denen du so richtig gut drauf bist, dich nichts ärgert, du geduldig bist und auf dein GLÜCK vertraust. Dann fährst du zum Spielabend, spielst zwei Listen mit insgesamt 13:0 Spielen und zerlegst jeweils vier Spiele der anderen. Zack, Ende 2025 stehst du oben. Wahrscheinlich, glücklich, verdient.

Liebe Eli, mit 5,74 Spielen im Schnitt, auch wenn du alle gewinnst, wird es nicht zum Titel reichen. 

Bei einer weiteren Auswertung kam nämlich heraus, dass die Differenz zwischen gewonnenen und verlorenen Spielen nie höher als 6,50 lag. Soll heißen, wenn du dieses Ziel erreichst, kannst du es schaffen.

Der HaSe hatte hier mit 6,44 (7,89 Spiele gewonnen – 1,45 Spiele verloren) die beste Bilanz, gefolgt von Tobi (6,31), Tom (6,28), Chrissi (6,21) und Michaela (6,13).

OK, um die Verwirrung noch zu toppen, hier der Spieler, der sich im Vergleich zum Vorjahr am meisten verbessert hat – der Beste ist. War Gunnar im Vorjahr noch 17. aller 17 gewerteten Spieler mit mageren 474,85 Schnittpunkten, holte er 2024 satte 105,83 Punkte mehr im Schnitt. Mit 580,68 liegt er im hinteren Mittelfeld auf Platz 20 vor Jerome und hinter André. Schön ist der Vergleich in einer 48er Liste. Hier macht er einen Sprung von 712 auf 871 Schnittpunkte.

Auf Platz zwei dieser Liste, da ist eindeutig zu merken, dass sie wieder zur Schule geht, Silvana. Eine Verbesserung um 86,73 Schnittpunkte brachte den Sprung unter die Top 15, also in die „Geldränge“. Und viele vordere Turnierplatzierungen gab es auch schon.

Auf Platz drei folgt „Joker“ Heinz, der gnadenlos gestochen hat. Um 52,36 Schnittpunkte verbessert stürmte er auf Platz sieben der Vereinsmeisterschaft.

Genug der Zahlen? Noch nicht ganz. Von den 17 Spielern, die 2023 die 60 Listen voll gemacht hatten und gewertet wurden, verbesserten sich zwölf(!). Nur vier Aktive blieben hinter der Leistung des Vorjahres. Ein Ergebnis, das den Aufschwung des Vereins verdeutlicht. 

Persönlich habe ich mit Markus gewettet, wer sich 2024 mehr verbessert im Vergleich zum Vorjahr. Diese Wette hat uns beide eindeutig beflügelt.

Da es bis zum Schluss spannend war und ich erst Mitte Dezember mit einem „Sahnespieltag“ an ihm vorbeiziehen konnte, hatte ich Glück. Mal sehen, ob das Glück auch 2025 auf meiner Seite ist… In diesem Sinne

Ein glückliches, aber vor allem gesundes 2025

Text: fd